MGF Hydragas „Eier“

Die Federung des MGf´s funktioniert anders als bei den meisten Autos. Die Kiste hat nunmal keine Federn. Wer ein bisschen googlet findet viele Informationen darüber, was man aber nicht im Netz findet ist ein Foto des Innenleben. Also Hab Ich, als stolzer Besitzer einer Flex, das Ding mal aufgeschnitten zur besseren verdeutlichung des Aufbaus.

Man sieht 2 Gummimembranen. Die obere ist auf dem Bild nach oben gewölbt, das ist NICHT der Normalzustand. Eigentlich sollte sich oberhalb der Membrane rund 18 bar Stickstoff befinden. Das ist dann das Federkissen auf dem das Auto tatsächlich federt.

Zwischen der unteren und der oberen Membran befindet sich das sogenannte Hydragas. Eine Mischung aus Alkohol und Wasser. Nicht kommpressibel. Von unten wird in das Ei ein Alukolben reingesteckt. Dieser ist mit einem Stahlstift verbunden mit dem Querlenker des Rades.

Federt das Rad ein, drückt der Alukolben auf die untere Membran. Diese verdrängt das Wasser nach oben. Das Wasser fliest dann durch das Ventil in der Verengung in dem Ei richtung obere Membran. Das Ventil hat die Eigenschaft Wasser nach oben schneller durchzulassen wie nach unten. Diese Eigenschaft dämpft bereits so stark, dass das Auto ein nur sehr kleiner Stoßdämpfer benötigt.

Gleichzeitig wird das Wasser auch durch ein Schlauchanschluss herausgepresst. Dieser Ist verbunden mit dem anderen Ei auf der gleichen seite des Autos.

Fährt man also auf ein Hinderniss, und das Vorderrad wird eingedrückt, federt zum einen das Vorderrad ein gegen das Stickstoffpolster, gleichzeitig erhöht es aber auch den Druck im Wassersystem und somit drückt es das Hinterrad etwas raus. Damit hebt sich das Fahrzeug im gesamten hoch und verhindert dadurch effektiv störende Nickbewegungen.

Warum schreib ich das alles? Um Klarheit zu schaffen warum die Kisten mittlerweile so hart geworden sind, obwohl das System doch ansich „perfekt“ ist.

Das Stickstoff geht im Laufe der Jahre leider flöten. Leider haben die MG Rover Entwickler damals nicht darüber nachgedacht, dass genau das passieren kann. Also hat das Ding kein Ventil um Stickstoff wieder aufzufüllen.

Um wieder ein hübsch weicheres Auto zu haben, muss man also die Eier ausbauen, oben ein Loch reinbohren, ein Ventil setzen Stickstoff oder Argon reinpressen den ganzen Schlamassel wieder einbauen und sich über das völlig neue Fahrgefühl freuen.

Auf dem Bild sieht man das Aufgesägte Ei mit eingesetztem Ventil und zwei Eier die Ich auf diese Weise repariert habe.

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